Ein schöner Tag im Ganzen. Ich bin froh, dass ich mein "castle" verlassen habe. :-)
Reisebilder aus der Ukraine, der Slowakei, Rumänien und Osteuropa. Reflexionen zum Alltag, Reiseberichte, Kurioses und Interessantes vom Zusammenleben der Völker, Privates für Freunde und Bekannte...
Dienstag, 24. Januar 2017
Suceava an einem Sonnentag von außen gesehen
Ein schöner Tag im Ganzen. Ich bin froh, dass ich mein "castle" verlassen habe. :-)
Freitag, 13. Januar 2017
Rückfahrt nach Suceava
Am anderen Tag war es nicht besser. In Ungarn tobte ein derartiger Sturm, dass die Überholmanöver zu Hazard- Spielen wurden. LKW und mein Skoda mit Dachaufbau scherten bei Windstößen bis zu 1,50 m aus, ehe man die Kisten wieder abfangen konnte. Und die Böen kamen von allen Seiten...
In Rumänien ging es bis zu den letzten 150 km in den Bergen. Es war schon dunkel und bei minus 18 Grad fror meine Scheibenwaschanlage ein, obwohl ich in Polen Wasser bis minus 40 Grad gekauft hatte. In Nullkommanix war meine Scheibe Milchglas und ich sah nichts mehr. Nur ein Blick aus dem Seitenfenster ermöglichte notdürftige Orientierung. Anhalten war nicht, weil links und rechts Leitplanken die Serpentinenstrecke sicherten. Ich bin nicht religiös, aber ich betete im Stillen vor mich hin, dass am rechten Straßenrand bitte kein Auto steht und kein Fußgänger geht. Ich hätte sie nicht gesehen. In Kimpulung wollte ich schon ein Hotel suchen, aber die Temperaturen fielen und bei minus 12 bekam ich die Scheibe wieder frei. So erreichte ich nach 12 Stunden Fahrt Suceava und musste noch fast zwei Stunden ausräumen. (Bild unten) Vor dem Haus war - wie immer - kein Parkplatz frei und so waren die Sachen nicht nur meine drei Etagen hochzuschleppen, sondern auch ein paar hundert Meter heranzutragen. Bei minus 12 Grad und schneidendem (Sturm)Wind eine widerliche Sache. Kaum konnte ich die Türen offen halten und den Dachgepäckträger ließ ich einfach voll beladen, weil ich ihn nicht hätte aufklappen können. Das war definitiv eine neue Seite im Kapitel "Abenteuerfahrt". :-(
Abschmücken
Nun ist Weihnachten wieder vorbei. Zu Silvester war Sabine wieder da und es gab Fondue (mal kein Raclette!). Das war auch ok. Dann wurde gescrabbelt bis draußen was losging und wir um 00.00 Uhr auf den Balkon gingen, unsere Wunderkerzen abzubrennen. Blödes Feuerwerk! Aber geguckt haben wir doch. ;-)
Anderntags hatte Uta zu tun mit dem Abschmücken. In Rumänien glaubt - wie in der Ukraine und in der Slowakei - niemand, wie viel Weihnachts- Utensilien man so haben und aufstellen kann. Andererseits würden sie Utas mit Teelichtern in Glaskugeln, Holzschmuck und wenig anderem geschmückten Baum nicht ernst nehmen. Viel zu wenig blinkende Lichter in allen Farben, viel zu wenig Geglitzer und Geflitter, zu wenig Girlanden usw. ;-) Aber der Vormittag ging drauf, alles zu verpacken. Außerdem musste der Baum zersägt, in Müllbeutel verpackt und weggeschafft werden. Dann gab es noch einen Ferientag, ehe Uta und Franz wieder zur Arbeit mussten. Ich hatte noch bis Donnerstag Zeit und genoss sie.
Freunde
Zwischen den Feiertagen und danach war auch immer was los. Besuche in Freiberg bei der anderen Seite der Verwandtschaft und ein schon traditionelles Grillen in Wolfgang und Gabis "Finnhütte" kurz vor dem Jahreswechsel mit Utas Sportfreunden. Dieses Jahr war die Stimmung wirklich entspannt und ausgelassen zugleich. Wolfgang war wie immer ein perfekter Grillmeister und auch die mitgebrachten Gerichte (Uta hatte wie immer einen Auflauf beigesteuert) mundeten allen. So war es ein gemütlicher und verbindender Abend. Nächstes Jahr hoffentlich wieder! Am Tag drauf besuchten wir Daniela und deckten uns mit kleinen Geschenken ein. Die sind selbstgemacht und wirklich allerliebst. Keramiken und Schmuck und Ähnliches. Kompliment!
Weihnachten
Und doch gab es ein Novum. Wenigstens am zweiten Tag speisten wir nicht zu Hause, sondern beim Chinesen. Sehr lecker. Ich nächsten Jahr würde ich zwei Mahlzeiten außerhalb vorschlagen. Es ist einfach entspannter. Und wir hatten doch extra die Geschenke- Flut reduziert, um das eingesparte Geld eben so zu verwenden. Gehen wir zwei Mal essen, sind wir vielleicht auch mal mit bezahlen dran! ;-) Danke für die schöne Zeit.
Adventszeit und Heimfahrt

Zum Nikolaus- Tag überraschte mich die Familie mit diesem kleinen Mann (Bild oben), den ich sofort unter die Pyramide dekorierte. In die Schule nahm ich ihn nicht mit. Dort bestaunten die Schülerinnen den Räuchermann und meine Pyramide, folgten den Erläuterungen zu der dahinter stehenden Tradition aber nur mäßig interessiert. Was ist eine Pyramide gegen das IPhone 7? Das ist es eben. Ich finde immer wieder interessant, dass dieselben Leute noch glauben, dass sie "glauben". Woran glaubt man eigentlich, wenn die eigenen religiösen Traditionen so sehr im Widerspruch zur modernen Welt stehen? Hier starres Festhalten an verstaubten Traditionen und dort die ständig sich beschleunigende Konsumkultur mit all den technischen Surrogaten... Aber vielleicht ist es ja komplementär: Je mehr sich der Sinn verflüchtigt, den ein Facebook- Chat oder das ewige Bildergucken bei Instagram & Co. bieten, umso mehr braucht man vielleicht die Illusion der guten alten Tradition am Sonntag in der Kirche. Aber offensichtlich dürfen es keine deutschen sein... Dabei war aber doch auffällig, dass es in den Klassen mehr Aufmerksamkeit gab, in denen neben orthodox Glaubenden auch eine erkleckliche Anzahl neoprotestantischer Pfingstler und Adventisten rumsitzt. Hier muss es irgendwie doch Spannungen unter der für mich erfahrbaren Oberfläche geben...
Am 20. 12. ging es dann heimwärts. Eigentlich lief alles ganz gut. Nur in den Beskiden war es etwas problematisch. (Bild unten). Aber ich war pünktlich am Donnerstag Abend in Leipzig und dann zum Heiligtag in Wismar. So soll es sein.
Abonnieren
Posts (Atom)