Reisebilder aus der Ukraine, der Slowakei, Rumänien und Osteuropa. Reflexionen zum Alltag, Reiseberichte, Kurioses und Interessantes vom Zusammenleben der Völker, Privates für Freunde und Bekannte...

Mittwoch, 30. Juli 2025

2025-06-05 Tiraspol mit Katia

Ein bisschen schwerer fiel mir der Abschied von den Menschen, mit denen ich täglich Umgang hatte. Neben den Kolleginnen betraf das natürlich einige Schüler/innen - wenige aus der 12., wenige aus der 11., aber natürlich Absolvent/innen und eben Katia. (Bild oben)  Die hatte sich einen Ausflug nach Tiraspol gewünscht, was ich erst skeptisch sah, da sie dort ja Grenze spielen und das Mädel noch keine 18 ist. Aber die Notardokumente wollte dann doch niemand sehen. So ergab sich für mich die Gelegenheit auch dorthin noch einmal zu fahren. Genau genommen war ich bisher immer nur in Bender (Bild unten). Also eine Premiere zum Abschluss.

Im Ganzen machte Tiraspol den Eindruck einer ordentlichen Provinzstadt, in der nicht viel freies Geld sich eine Kneipe oder andere Vergnügungen sucht. Es gibt ein paar Cafés, ein paar Pizzerien, Stehbierkneipen und zwei bessere Restaurants (jedenfalls haben wir nicht mehr gefunden). Das Stadtbild war schon auffällig geprägt durch die "Heldendekoration" zum 80. Jahrestag des Kriegsendes. Auch am Suworow- Denkmal oben prangte der Schriftzug. Sonst waren der Fahnenschmuck und die Symbolik ziemlich "sowjetisch", meint: Alles rote Fahnen und rote Sterne! (Bild Mitte) Mehr kann man zu der Stadt kaum sagen. Keine besonderen Höhepunkte. 

Auf der Rückfahrt wurde Katia dann doch noch darüber belehrt, was es heißt mit einem Ausländer zu fahren. Am Stadtrand von Tiraspol wartete die Miliz an einer Stelle, wo wahrscheinlich viele Fahrzeuge der missverständlichen Kennzeichnung wegen "falsch" fahren. Ich zahlte "schwarz" und umging so das Protokoll und den anderen Tünneff- Korruption lässt grüßen. Bei den moldauischen Polizisten, die mich kurz nach der Grenze abfingen, gelang das nicht. Die zogen ein ziemlich genau ein Jahr altes Foto von einer Geschwindigkeitsüberschreitung aus ihrem Tablet und ich musste ca. 30 min warten, bis sie die vielen Papiere ausgefüllt hatten. Wie bezahlen? Mein MAIB- Konto war schon geleert. Katia bezahlte für mich und ich gab ihr das Geld. So hat mich die moldauische Jugend gerettet. ;-) 

2925-06-01 Mimi

Gefühlt besteht "Abschied nehmen" nur aus "fressen und saufen". ;-) Am Samstag kamen jedenfalls Michael und Brenda und Aliona wollte es sich nicht nehmen lassen, "den Neuen" die Moldau zu zeigen. (Dabei stellte sich heraus, dass Michael das Land in- und auswendig kennt, sich bei seinen Besuchen aber nie gemeldet hatte.) Jedenfalls fuhren nach Mimi und machten eine Führung mit Weinprobe und Essen mit. Meine wievielte? Ich weiß es nicht. Aber das Essen war gut und die ausgewählten Weine etwas besser als sonst. So wurde es wieder eine lustige Runde. Mein letztes Mal in Mimi. 

2025-05-30 Letztes Klingeln (auch für mich)

Was sagen? Die Zeremonie lief nach demselben Muster der letzten vier Jahre ab. Von der Botschaft war "nur" Götz gekommen, obwohl meine Fachberaterin wohl auf einen "großen Bahnhof" gehofft hatte. (Als Josef vom DAAD vor ein paar Jahren verabschiedet wurde, durfte er 200 Gäste in die Residenz der Botschafterin einladen.) Ich verstehe bis heute nicht, warum Lehrer einfach nicht verstehen wollen, dass sie in der Hierarchie die Letzten (und das Letzte) sind. Mir war es Recht so. Die Chefin war da, hatte Carol "im Gepäck" und aus Iasi kamen dann noch eine neue Kollegin und Michael dazu. Michael möchte mich in einem Jahr beerben. Mal sehen, ob es klappt. Ansonsten bewegte es mich erstaunlich wenig, das letzte Mal ein Schuljahresende zu erleben. Auch mit den Schüler/innen verband mich weniger als sonst- in der 12. hatte ich nur wenige Freund/innen. Abends stieg dann die Abschiedsparty im "Tiflis", was sehr schön war. Das war nun meine Zeit an einer moldauischen Schule und danach kommt nichts mehr. Rentner? Mal sehen...

2025 -05 -05 DAAD Festveranstaltung an der PH I. Creanga

Der DAAD wurde 100 und unser DAAD- Lektor Josef Salanz lud zur Festveranstaltung an die PH. Anwesend waren die Botschafterinnen aus Österreich und Deutschland, Vertreterinnen des GI, Schüler/innen der DSD- Schulen, Student/innen sowie der Lehrkörper der Fremdsprachenabteilung der PH. Mihaela aus unserer Schule sang zur Eröffnung; sonst sorgten die jungen Musiker/innen des LT N. Gogol für die musikalische Umrahmung. Auch der Chef der Fremdsprachenabteilung tat sein Bestes und sang deutsche "olle Kamellen" aus seiner Jugend- und Studienzeit. Unsere Schüler/innen waren nur als Publikum bestellt und auch die ZfA spielte keine Rolle. So hielt ich mich zurück und wir gingen sofort nach dem offiziellen Ende.

2025-04-29 Weiterbildung

Kollegin Pasquai war aus Bukarest gekommen, um die Kolleginnen für das DSD II fit zu machen, das sie im nächsten Jahr allein stemmen müssen. Es war ein langer Tag, denn am Kogălniceanu tagte vorher der Pädagogische Rat, so dass wir erst spät beginnen konnten und spät enden mussten. Trotzdem durfte das anschließende gemeinsame Beisammensein nicht fehlen. Am anderen Tag stand dann Cricova auf dem Programm. Die Führung übernahm eine Schülerin aus der 11. Klasse. Katia fand Marina nett und die beiden haben sich wohl gut verstanden.

Montag, 23. Juni 2025

2025-04-27 Kamelienausstellung in Zuschendorf

 

Beate hatte Geburtstag und so gab es ein ausgiebiges Sektfrühstück mit Torte und so. Dann stiegen alle in die Autos und reisten weiter oder nach Hause. Wir hatten noch keine Lust auf Leipzig und suchten nach etwas, das man sich noch ansehen könnte. Fündig wurden wir durch ein Plakat, das auf eine Kameliensammlung auf Schloss Zuschendorf hinwies. Für Annett, Andreas und Uta, allesamt Pflanzenliebhaber, ein Muss. Also hielten wir dort an und fanden ein ganzes Schloss voller Kamelien und dazu noch mehrere Gewächshäuser mit allerhand exotischen und einheimischen Züchtungen. Nebenbei erfährt man dort auch etwas zur Geschichte der Kamelien- Symbolik und da darf natürlich die "Kameliendame" von Duma nicht fehlen. Die Ausstellung drehte sich allerdings um die Rolle, die Kamelien in der japanischen Kultur spielen. Franziska hätte es gefallen. (Bild unten)

Ich kam freilich auch auf meine Kosten, denn die zum Schloss umgebaute Burg ist architektonisch interessant. Außerdem gibt es dort einen herrlichen kleinen Schlosspark, der allein schon sehenswert genug gewesen wäre. (Bild oben) 


2025-04-26 Schandau und der Malersteig

Auf den Spuren Caspar David Friedrichs wandern? Warum nicht? In Schandau begann der nicht allzu schwierige Aufstieg, der dann an wirklich "malerischen" Ausblicken vorbei führte. (Bild oben)

Das Ganze war nicht wirklich fordernd, also einer Rentnergruppe, o je, gestern waren wir doch noch 22 und am Silbersee zelten und surfen (!), angemessen. Immerhin wanderten diverse künstliche Hüftgelenke, künstliche Knie und Rückenbeschwerden mit. Nur Werner war nicht dabei. Der geht nicht gerne, war dafür aber mit dem Rad bis Dresden und wieder zurück. Sportsmann eben.

Nach dem Abstieg mussten wir zur anderen Uferseite, von wo uns der Zug zurück brachte. Fähr- und Zugticket in der Kurtaxe inbegriffen. Gut so. Wir haben es sofort genutzt und die Autos stehen lassen.. Auch dieses ein schöner Tag. Übrigens mit sonnigem Wetter. Endlich!