Reisebilder aus der Ukraine, der Slowakei, Rumänien und Osteuropa. Reflexionen zum Alltag, Reiseberichte, Kurioses und Interessantes vom Zusammenleben der Völker, Privates für Freunde und Bekannte...

Sonntag, 28. Juli 2024

2024-0721 Mühlhausen

Der Urlaub geht zu Ende. Franziska muss zur Arbeit und Uta hat muss am Mittwoch in die Schule. Also Abreise am Vormittag, damit man am Sonntag noch was schaffen kann. Trotzdem eilte es nicht so, dass wir nicht noch etwas hätten unternehmen können. Uta kannte Mühlhausen (Bild oben) noch nicht und also fuhr ich kurz entschlossen von der Autobahn ab. Außerdem war schon wieder (späte) Mittagszeit. 

Das war freilich ein Schock! So eine schöne Stadt, herausgeputzt wie ein Freilichtmuseum, bloß ohne Besucher oder Bewohner! Die schönen Straßen bei gutem Wetter vollkommen leer - anfangs sahen wir nur eine Eisdiele, die geöffnet hatte. (Bild Mitte) Dort saßen auch ein paar Leute. Alle anderen Restaurants, auch der Mühlhäuser Hof, in dem ich zu meinen Armee- Zeiten öfter meinen "Hackepeter" gegessen hatte, war geschlossen.  

Wir trotteten also am Bauernkriegsmuseum vorbei und besuchten die Kirchen, die offen standen. Dann fanden wir doch noch einen Italiener, der einen schönen Freisitz und geöffnet hatte. Das Essen war eine kleine Sensation! So gut habe ich schon lange nicht mehr gegessen. Wir waren entschädigt und nach einem Espresso wieder versöhnlich gestimmt. 

Am alten Rathaus vorbei ging es durch diverse Tore (Bild unten) und Gassen wieder zum Auto, das wir kurz vor einem hereinbrechenden Starkregenschauer gerade noch rechtzeitig erreichten. In Leipzig zeigte sich dann, dass alles seine guten Seiten hat. Utas Pflanzen haben die lange Abwesenheit gut überstanden. Also, alles gut! 

2024-07-20 Burg Altena

Was tun in Bochum? Und was gibt es in der Nähe? Hattingen, Soest usw. haben wir schon besucht. Die Recherche ergab, dass Burg Altena (Bild rechts) interessant sein könnte und das war sie auch. Anfang des 20. Jahrhunderts ist die Ruine im historisierenden Stil als Reminiszenz an die Hohenzollern (die Region heißt "Mark") rekonstruiert worden und man hat die erste Jugendherberge dort oben errichtet. Eine Jugendherberge gibt es immer noch. Dazu aber ein sehenswertes Museum, in dem man auch was anfassen und aufsetzen darf. (Bild links) 

Das Städtchen Altena zu Füßen der Burg war auch nicht ganz unansehnlich. Allerdings sind die prognostischen Fähigkeiten, was künftige Hochwässer anbelangt, schon etwas erstaunlich. (Bild unten) Ob's so eintrifft? Man mag es den Leuten dort nicht wünschen, denn die angezeigten Pegelstände sind erstaunlich hoch und das Wasser hat demzufolge nicht nur Keller unterspült. Da wird manches Wohnzimmer zum Aquarium geworden sein. Ansonsten hatten wir viel Spaß, gutes Wetter und ein gutes Mittagessen. 

P.S.: Was dieses blöde Programm von mir will, weiß ich nicht. Aber die Bilder lassen sich nicht anders anordnen und jeder Versuch, die Schrift anders zu platzieren, führt dazu, dass sie in einen Internetlink (der nirgends hinführt) umgewandelt wird. naja, muss so gehen...
 

2024-07-19 Köln

Wir kamen aus dem Schwarzwald kommend zur Kaffeezeit in der Eifel an. Hans- Georg erwartete uns schon vor seinem Haus. Was würde das werden? Er ist im vergangenen Jahr vollständig erblindet. Aber es geht ihm gut in seiner vertrauten Umgebung. Die Einkäufe erledigt eine Nachbarin, die auch putzt und wäscht. Eine andere Nachbarin erledigt ihm die Post und liest vor. Für uns stand morgens ein von ihm gedeckter Tisch mit Kaffee bereit. Bewundernswert! Wir hatten eine gute Zeit. 

Dann ging es weiter nach Bochum zu Franziska. Die musste allerdings arbeiten und war erst abends frei. Grund genug, mal wieder in Köln vorbei zu schauen. Wir aßen am Rhein- Ufer (Bild unten) zu Mittag und versäumten natürlich nicht den obligatorischen Abstecher in den immer wieder beeindruckenden Dom. In der Altstadt liefen die Vorbereitungen für den CSD und es gab schon viele "bunte" Stände mit allem Möglichen, das "Diversity" vorzeigen soll. Man kann damit also auch Geld verdienen. Ansonsten war die Szene unaufdringlich und um Sichtbarkeit/ Aufklärung bemüht. Das ließen wir uns gerne gefallen. 


2024-07-17 Alzey

Die Zeit in Wien neigte sich dem Ende zu. Uta und Anka suchten noch Einrichtungsgegenstände wie z.B. einen Wäschekorb, der Anka gefallen würde, aber sie fanden keinen. Dann nahmen wir Abschied, weil Ankas Urlaub zu Ende ging. Die Fußnoten ihres Mammutwerks und die Bearbeitung/ Herausgabe neuer Beiträge warten. Ein Wissenschaftlerinnenleben...

Wir hatten den langen Weg in die Eifel geteilt und wollten in Freudenstadt im Schwarzwald übernachten. Für den kleinen Hunger unterwegs fiel uns Alzey ins Auge, das eine schöne kleine Stadt sein soll und es auch ist. Ein bisschen verschlafen und nicht durchgehend so fachwerkschön wie auf dem Bild oben, aber doch. Vor allem waren einige Flecken an der Stadtmauer (Bild unten) und rund um die Burg sehenswert. Nach dem Mittag fuhren wir weiter nach Freudenstadt, das insofern originell ist, als es ein Beispiel für gelungenen Wiederaufbau nach dem Krieg ist. Die Fahrt über die Schwarzwaldhochstraße vermittelte dann einen Eindruck von einem Gebirgszug, der vielleicht doch einmal ein Ferienziel sein sollte. Mal sehen. 

2024-07-15 Linz

Wir gingen immer mit dem Sommer mit. Für Wien waren Gewitter und Regenfälle vorhergesagt, also nichts wie weg. Bei mehr als 30 Grad erreichten wir Linz, wo wir auf dem Hauptplatz (Bild oben) erst mal was zu Mittag aßen.. Dann besichtigten wir die doch größere Stadt, die schöne Ecken und Plätze (besonders unterhalb der Burg- Bild Mitte und unten) hat, ansonsten aber auch modern verbaut ist. Trotzdem haben die von uns in Niederösterreich besuchten Städte alle etwas gemeinsam: Eine "Stadt am Strom" kann einfach nie ganz hässlich sein! (Siehe Bild unten)  
 
Auf dem Hauptplatz unterhielten uns Vertreterinnen von Kleinstparteien, die Wahlkampfreden hielten. So viel Richtiges im Falschen und umgekehrt! Wie kommt es nur, dass die Leute so von der Rolle sind und entweder verwirrt sprechen oder aber die Probleme nur völlig vereinseitigend behandeln? Auch eine Transperson, ein Mann mit pinken langen Haaren, pinkem Oberteil, silbernem Röckchen und Stöckelschuhen, der Leute ansprach bzw. darauf aus war, angesprochen zu werden, machte uns viel "Spaß". Wenn man als Mensch anerkannt und in seiner Eigenart normal akzeptiert werden will, sollte man
vielleicht nicht wie ein ein "L'homme, qui rit" herumlaufen. Man(n) wollte wohl doch eher auffallen und etwas "Besonderes" sein, das er dann zur Schau stellt. Gut, soll er/ sie oder es das tun. Aber man schmunzelt halt und das muss er/sie oder es dann eben auch aushalten. 

Der Abend endete auf "Balkonien", wo die Regentropfen schon verdampft und Ankas Sitzsäcke bereits wieder getrocknet waren.  

2024-07-14 Krems und St. Pölten

Am 13. war in Wien schönes und sehr heißes Wetter ohne Regen angesagt, während für den Rest des Landes Gewitter und ausgedehnte Regenfälle prognostiziert waren. Also blieben wir in Wien, spazierten über die Märkte und durch die Einkaufsstraßen und ließen es uns gut gehen. Mit Anka umrundete ich ihren Wohnblock und wir fanden die Gegend, in der sie sich später Wohnungsmäßig verbessern wird- vielleicht. ;-)

Tags darauf stand Krems auf dem Programm. Zuerst fanden wir einen sehr alten Stadtteil, der allerdings irgendwie nicht viel her machte. Enttäuschung. Aber dann kam es uns doch merkwürdig vor, dass eine Touristengruppe vor uns einen ganz anderen Weg einschlug und auf diese Weise fanden wir doch noch die lebendige Altstadt (Bild oben) und ein schönes Restaurant.

Beeindruckend ein alter Hof aus dem 13., vielleicht 12. Jahrhundert, der in der Nähe der Stadtmauer, von der Fragmente erhalten sind, beinahe unbeschadet die Zeiten überdauert hat. (Bild Mitte) Ansonsten war im Zentrum mächtig was los, weil "Zwetschgenmarkt" war. Von den Früchten selber über diverse Marmeladen bis hin zu Likören und Obstlern war alles zu haben.

Aber so groß, dass man einen ganzen Tag dort verbringen könnte, ist Krems nun auch wieder nicht und so bogen wir auf dem Rückweg noch nach St. Pölten ab. (Bild unten)     

Auch eine schöne Altstadt, aber nicht wirklich etwas Besonderes. Und es gab keinen Zwetschgenmarkt, meint, es war doch ziemlich leer auf den Straßen. Abseits der Touristenströme hat Österreich doch provinzielles Gepräge, was noch dadurch verstärkt wird, dass die Geschäfte früh schließen und sich außerhalb der Zentren oft nur wenige Kneipen finden.  Liegt's am Geld? Eine ist jedoch sicher: Wenn die vielen Menschen mit migrantischem Hintergrund mal für eine Woche in den Streik treten, würde sich in Österreich kein Rad mehr drehen und die Schickeria müsste sich selbst in die Küchen stellen und sich das Gekochte servieren. Im Dienstleistungssektor ginge ohne Migranten oder Ausländer nichts mehr.   


2024-0712 Bratislava-Devin-Carnuntum

Anka war noch nie in Bratislava, Uta mag die Stadt und ich bin immer wieder gerne da- also fuhren wir in die slowakische Hauptstadt uzw. zunächst nach Devin. (Bild oben) Die schöne Burgruine hoch über der Donau ist immer wieder sehenswert. Napoleon hat sie zerstören lassen. Schade. Ansonsten sieht man die unterschiedlichen Wasserqualitäten von Donau und March, die unterhalb der Burg zusammenfließen.

Dann waren wir in Bratislava, wo leider der Freisitz meines Lieblingsrestaurants in eine Parkfläche umgewandelt wurde. Schade. Wir aßen trotzdem gut in der Altstadt, waren auf der Burg und an allen wichtigen Stellen. Bratislava ist klein, so dass wir relativ früh wieder im Auto saßen.

Die Fahrt über die Landstraßen führt an einem römischen Torbogen vorbei, der mutterseelenallein auf einem Acker steht. (Bild unten) "Carnuntum" steht auf dem Hinweisschild, an dem wir schon des Öfteren vorbei gefahren sind. Dieses Mal hielten wir an, obwohl Museum und Gelände schon geschlossen waren. Trotzdem erfuhren wir, dass sich hier die ehemalige Provinzhauptstadt auf einer erstaunlichen Fläche ausgebreitet hatte. Teilweise wieder aufgebaut oder als Ruine gesichert ist allerdings nur das Militärlager. (Bild Mitte).

Zum Tor mussten wir natürlich auch. Ehrensache. Zu Fuß dauerte es etwas, aber es hat sich gelohnt. Unterwegs zweigt man übrigens auch noch zu dem Stadion ab. Mag sein, beide Objekte lagen vor der alten Stadtmauer, vielleicht aber auch nicht. Auf jeden Fall zeugt die Lage von der Größe der antiken Stadt, die zu durchqueren früher sicher eine Stunde oder mehr gedauert hat. Faszinierend die Reste der Straßen. Das war noch dauerhafte Qualität!