Romantisch und daher eben so, dass ich dort eher nicht wirklich einkaufen wollte, ein kleiner "Tante- Emma- Laden" (Bild acht) am Rand der den Abhang hinunterführenden Straße. Lustig, dass ich jetzt beim Schreiben an Kiew denken muss. Die Suceava ist mitnichten der Dnipro, aber die Teilung der Stadt in Oberstadt und jenseitiges Ufer (in Kiew das "linke Ufer") ist doch sehr vergleichbar. Auch hier ist die eine Brücke über den Fluss das Nadelöhr.
Reisebilder aus der Ukraine, der Slowakei, Rumänien und Osteuropa. Reflexionen zum Alltag, Reiseberichte, Kurioses und Interessantes vom Zusammenleben der Völker, Privates für Freunde und Bekannte...
Sonntag, 26. Februar 2017
Zamca- ein armenisches Kloster
Romantisch und daher eben so, dass ich dort eher nicht wirklich einkaufen wollte, ein kleiner "Tante- Emma- Laden" (Bild acht) am Rand der den Abhang hinunterführenden Straße. Lustig, dass ich jetzt beim Schreiben an Kiew denken muss. Die Suceava ist mitnichten der Dnipro, aber die Teilung der Stadt in Oberstadt und jenseitiges Ufer (in Kiew das "linke Ufer") ist doch sehr vergleichbar. Auch hier ist die eine Brücke über den Fluss das Nadelöhr.
Donnerstag, 23. Februar 2017
Blöder Hund!
Sonntag war wunderschönes Wetter und ich startete zu meinem ersten Auslauf in diesem Jahr. Gleich mir waren noch vier weitere Jogger unterwegs. Es gibt also doch Sportfreunde in Suceava! ;-)
Kurz vor der Haustür erwischte es mich dann zum zweiten Mal im Leben, dass ein Hund sich meiner Hosen bemächtigte! Das Viech war "Chef" eines Rudels herrenloser Straßenköter, die ich normalerweise nicht fürchte. Er war sichtbar alt und stand nicht im besten Saft, dafür aber deutlich größer als die anderen Kläffer. Modell durchgekreuzter Schäferhund. Wahrscheinlich musste er was für seinen Status tun, denn ehe ich mich's versah, hatte ich eine zerrissene Trainingshose! Dann kniff er den Schwanz ein und stob davon. Aber so schlimm war es nicht. Eher ein Anbandeln, denn er hätte sicher herzhaft zubeißen können, beließ es aber bei dem eher symbolische Hack in den Stoff. Ok, die Hose ist hin. Nun brauche ich mal was Neues...
Kurz vor der Haustür erwischte es mich dann zum zweiten Mal im Leben, dass ein Hund sich meiner Hosen bemächtigte! Das Viech war "Chef" eines Rudels herrenloser Straßenköter, die ich normalerweise nicht fürchte. Er war sichtbar alt und stand nicht im besten Saft, dafür aber deutlich größer als die anderen Kläffer. Modell durchgekreuzter Schäferhund. Wahrscheinlich musste er was für seinen Status tun, denn ehe ich mich's versah, hatte ich eine zerrissene Trainingshose! Dann kniff er den Schwanz ein und stob davon. Aber so schlimm war es nicht. Eher ein Anbandeln, denn er hätte sicher herzhaft zubeißen können, beließ es aber bei dem eher symbolische Hack in den Stoff. Ok, die Hose ist hin. Nun brauche ich mal was Neues...
Ausstellungseröffnung- deutsche Minderheit in Rumänien




Herr Mohr ist pensionierter Chemielehrer und seit seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben engagierter Hobbyhistoriker. Er hielt einen gelungenen Vortrag über die Geschichte der Bukowina und ich erinnerte mich an manche vergessene Details. Lustig fand ich, dass die durchweg betagten Herrschaften mich als "jungen Mann" besonders herzlich aufnahmen. "Junger Mann"? Das hatte ich schon lange nicht mehr. Also sagte ich zu, bei Bedarf und auf Wunsch auch für die eine oder andere Veranstaltung zur Verfügung zu stehen. (Bild unten) Vielleicht klappt es, mir Schülerinnen mal nach Czernowitz zu fahren und dort wieder einen kleinen Film mit den Bukowina- Deutschen zu machen? Mal sehen...
Samstag, 11. Februar 2017
Art- Cafe Medzev
Dankenswerterweise brauchte ich dieses Mal Medzev nicht nur kurz besuchen, um Jutta und Helmut zu treffen, denn der Meister lud mich ein, in seinem Hause Gast zu sein. Wir hatten ein interessantes Gespräch bei Rotwein und Nüssen und ich schlief gut unter dem Dach.
Anderntags saßen wir beim Kaffe im Atelier und besprachen neue Projekte. Mal sehen, ob es was wird. Dann musste Helmut zum Cafe, um den dort den Ofen zu heizen. Ich konnte mir in Ruhe die neuen Bilder ansehen, die mir dem Stil nach wie eine "Rückkehr zu den Engeln" erschienen. (Bild oben) Aber das macht nichts. Immerhin sind die Stücke dekorativ und laden daher auch mal zum Kauf ein. Dabei sind sie hintersinnig, man kann Erstaunliches entdecken und interpretieren und hat sowieso ein Bild voller wilder Striche, mitnichten ein seichtes Kunstprodukt also. Ein paar Bilder sind noch fertigzustellen, dann sollen sie zu einer neuen Ausstellung. Hoffentlich haben sie Erfolg. Es wäre dem Maler zu gönnen!
Ansonsten fühle ich mich immer wohl in Bistikas Schmuckkästchen (Bild unten), das in einer alten Apotheke eingerichtet wurde. An der Decke sind Fragmente der ursprünglichen Bemalung freigelegt, an den Wänden findet man Texte auf Mantakisch. Leider ist es oft viel zu still und Jana hat wenig Arbeit. In Medzev ist der feine Sinn halt nicht so verbreitet. Umso wichtiger, dass Helmut immer wieder zu kostenlosen Vernissagen einlädt und den Wein dort selbst bezahlt. Ich bedauere, nicht mehr so oft dabei sein zu können...
Anderntags saßen wir beim Kaffe im Atelier und besprachen neue Projekte. Mal sehen, ob es was wird. Dann musste Helmut zum Cafe, um den dort den Ofen zu heizen. Ich konnte mir in Ruhe die neuen Bilder ansehen, die mir dem Stil nach wie eine "Rückkehr zu den Engeln" erschienen. (Bild oben) Aber das macht nichts. Immerhin sind die Stücke dekorativ und laden daher auch mal zum Kauf ein. Dabei sind sie hintersinnig, man kann Erstaunliches entdecken und interpretieren und hat sowieso ein Bild voller wilder Striche, mitnichten ein seichtes Kunstprodukt also. Ein paar Bilder sind noch fertigzustellen, dann sollen sie zu einer neuen Ausstellung. Hoffentlich haben sie Erfolg. Es wäre dem Maler zu gönnen!
Kezmarok im Winter
Anders sieht das mit den Häusern abseits der Hauptstraße aus. Denen sieht man das Alter an. Zwar würde ich auch nicht gerne so wohnen, aber in einer alten Stadt ist es doch nicht schlecht, wenn auch mal etwas alt aussieht. Natürlich müssen die Häuser erhalten werden, aber warum muss immer alles so geleckt aussehen wie bei uns? So sahen die Städte schließlich vordem nie aus!
An Kirchen ist Kezmarok reich. Am interessantesten finde ich immer das Ensemble um den Glockenturm, der zu Renaissance- Zeiten im Zentrum errichtet wurde. (Bild vier) Dort spürt man den Charakter vergangener Zeiten am reinsten.
Immer wieder zum Schmunzeln ist hingegen das Ensemble um die Artikular- Kirche. (Bild unten) Leider war sie nicht offen, aber ich weiß ja, wie es innen aussieht. Karin wollte nicht glauben, dass schwedische Seeleute am Bau beteiligt waren, aber sie konnte den "Bullaugenstil" der Fenster an der Eingangsseite auch nicht leugnen. Errichtet wurde die Holzkirche, nachdem das österreichische Kaiserhaus in den "Artikeln" den Protestanten neue Kirchenbauten zugestanden hatte. Allerdings durften die nur aus Holz sein und mussten auf einen Turm verzichten. Mag sein, die Kirchgemeinde wollte nach Aufhebung dieser Einschränkungen ein besonders prachtvolles Zeichen setzen, weshalb die neue Kirche (der rote Bau neben der Artikular- Kirche) etwas überproportioniert wurde. Folglich reichte das Geld nicht und man konnte dem Architekten den Entwurf nicht bezahlen und seine Ideen auch nicht umsetzen. Um dennoch nicht vertragsbrüchig zu werden, nahm man ihm ein anderes Projekt ab. Dabei handelte es sich um eine Synagoge, die schon einmal in Italien errichtet worden war. Lach. Sehr kreativ waren die hiesigen Bauleute nicht, denn sie konnten nicht einmal die Fenster ohne den geplanten David- Stern ausführen. Oder hatte das andere Gründe? Jedenfalls beten die Protestanten nun sichtbar in einem Synagogal- Bau. Wie dem auch sei- ich finde es gut!
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