Reisebilder aus der Ukraine, der Slowakei, Rumänien und Osteuropa. Reflexionen zum Alltag, Reiseberichte, Kurioses und Interessantes vom Zusammenleben der Völker, Privates für Freunde und Bekannte...

Samstag, 16. April 2016

Jdi Schulverbundfinale an der Bilikova

Kollegin Esther Herrig (Bild oben links) hatte alles gut vorbereitet und gut im Griff. Bennet (rechts) hat wie immer assistiert und ich hatte mit der Jury zu tun. Alles wie immer und schon Routine. Der Raum war gut gerüstet und die Zuhörer/innen diszipliniert und interessiert. Von der Universität war eine Student/innengruppe gekommen und deren Chefin - Franziska - kooptierte ich gleich in die Jury. Hat gut funktioniert.


Das Thema lautete: "Soll in der Slowakei ein soziales Jahr für alle Abiturienten verbindlich eingeführt werden?" Nicht ganz einfach in einem Land, in dem es so etwas nicht gibt. So wurde denn auch mit der hohen Arbeitslosigkeit, dem geringen Entgeld und der fehlenden Qualifikation dagegen argumentiert. Im Publikum waren alle Jugendlichen dagegen und nur die Lehrer/innen dafür. Neben dem Geld spielte der "Zeitverlust" eine Rolle. Man fragt sich schon, wo die Leute leben, die so schnell wie möglich für wenig Lohn in die Tretmühle der täglichen Maloche einsteigen wollen. Für wenig Geld? Nun ja, sie träumen alle von irgendwelchem tollen Geldsegen. Mit 35 zwei Kinder, ein schönes Haus, ein großes Auto und eine Weltreise...- das sind so die Standardvorstellungen. Zwar kennt kaum jemand einen, der es so geschafft hat, aber das ficht die Jugend nicht an. Begrüßenswerter Optimismus? Vielleicht. Griesgrämig ins Leben zu starten bringt es ja auch nicht. Bedenklich allerdings, dass Wertefragen wie Empathie oder Hilfsbereitschaft im Rahmen sozialer Dienste eher abgelehnt bzw. ignoriert wurden.

Trotzdem gab es wenigstens eine ganz starke Debatte (Bild zwei) mit guten Argumenten und vielen anschaulichen Beispielen und in der zweiten immerhin eine dominierende Debattantin. Auf dem dritten Bild werden alle, die sich dem Publikum und der Jury gestellt haben, belobigt und es gibt eine Teilnahmebescheinigung. Auf dem unteren Bild sind die vier Schüler/innen zu sehen, die mich (unteres Bild Mitte) nach Dresden begleiten werden.Dazu die trainierenden Lehrkräfte v.l.n.r. aus Zilina (A. Stenger), unsere Chefin (Frau Telge), T. Garen aus Nove Zamky, E. Herrig und F. Bloch (Bilikova und Jana Papanka) aus Bratislava. Das war alles sehr schön.



Schulfinals in Jdi


Nun läuft die Jdi- Saison in der Slowakei wirklich an. In der vergangenen Woche fanden die letzten Schulfinals (wie hier am Gymnasium Srobarova) statt. Die beiden Besten der Schuldebatten kommen dann weiter und streiten mit den jeweils zwei Besten von drei weiteren Schulen im Schulverbundfinale um die begehrten Plätze zum Siegertraining in Dresden. Aber so weit war es für Simona (Bild Mitte), Silvia und Petronella (Bild oben) noch nicht. Erst einmal debattierten sie zum Thema "Soll an unserem Gymnasium Sonnabendunterricht eingeführt werden?"

Sie schlugen sich wacker und die Jury (Bild unten: FSB M. Oberhaus und Kulturweitfreiwilliger B. Ledwig) hatte unter meiner Leitung (Bil Mitte) arg zu tun, um die Besten zu küren. Silvia und Simona werden nun am 05.05. weiter um die Reiseplätze kämpfen. Viel Glück!

Neben der Srobarova fanden Schulfinals auch an der Bilikova und der Jana Papanka in Bratislava, an den DSD- Schulen in Nove Zamky und Zilina sowie am Evangelischen Gymnasium in Presov statt. Die Opatovska ist hier ja schon erwähnt worden. Allein das Gymnasium in Lipany hat nicht genug gute Schüler/innen, um ein Schulfinale durchzuführen. Die sind aber auch keine DSD- Schule. Trotzdem werden zwei Schülerinnen zum Schulverbundfinale (Ost) kommen. Sehr gut!


Dienstag, 5. April 2016

Mit Remmer und Karin in Bardejov

Karin war mal wieder da und erfreut, mit mir das slowakische Land erkunden zu können. Remmer machte - wie immer - knurrend mit. Wir wollten nach Bardejov und hielten auf dem Weg dorthin an der Burg Kapusany. Um die Ruine (Bild oben) zu erreichen muss man einen weit um den Berg herum geschwungenen Weg zurücklegen, der mich bei herrlichem Sonnenschein trotz noch nicht ganz so hoher Temperaturen arg ins Schwitzen brachte. Dafür belohnte uns der Blick von oben. Wir fanden auch eine Tafel, die verkündete, dass die Restaurierungsarbeiten von der EU gefördert würden und im Rahmen eines Programms zur Beschäftigung Langzeitarbeitsloser stattfänden. Nun, es gibt weniger Sinnvolles, was man mit EU- Geldern machen kann...

Dann aßen wir in Bardejov zu Mittag, bestiegen den Kirchturm von St. Ägidien und freuten uns an dem herrlichen Renaissance- Ensemble am Marktplatz. (Bild Mitte) UNESCO- Weltkulturerbe eben.

Von Bardejov aus besuchten wir noch das nahe gelegene Bad Bardejov- Kupele. Früher kurten dort Kaiserin Sissi und die Gattin Napoleons. Folglich gibt es ein standesgemäßes Denkmal für Sissi und eine Platte für die französische Kaiserin. Aber wen interessiert das schon? Das Heilwasser, das Karin - die als Osteopathin arbeitet -  erstehen musste, schmeckt eisenhaltig und lud mich nicht wirklich zum Weitertrinken ein. Aber es schien begehrt, denn viele Leute wollten ihre Kanister und Flaschen damit füllen. Hoffentlich hilft es! Ich sah zum ersten Mal das Astoria- Hotel ohne Gerüste und also in alter Pracht. (Bild unten) Überhaupt ist viel restauriert und wieder in Betrieb genommen worden. Es gab auch viele Besucher. Trotzdem fällt der Mangel an guter Gastronomie wirklich auf. Die Leute scheinen kein Geld zu haben, das sie in Kneipen tragen könnten. Dennoch: Ein schöner Tag!


Montag, 28. März 2016

Spaziergang in Leipzig

Frühlingswetter. Uta war beim Turnen und Frank allein zu Haus. Draußen heller Sonnenschein und blauer Himmel. Ostersonnabend. Zu Hause sitzen? Joggen ging nicht, weil mir die Knochen noch vom Vortag weh taten. Alter Mann ist keine Dampflok und so. Also Spazierengehen und den Frühling suchen...

Quer durch die Klein- Gartenanlagen am Kanal (Bild oben) ab in den Auwald, dort, wo er sich zum Rosental hin zieht. Unterhalb des Aussichtsturms auf der "Warze" (Kumpel Manfred wollte sie in den 90ern aufschütten lassen, damit Leipzig Chancen auf Ski- Alpin kriegt!) ;-) ein kleiner Teich. Die Schattenspiele der Bäume im blauen Wasser luden zum Fotografieren geradezu ein. Man muss ja auch was zu tun haben auf so einem Spaziergang. (Zweites Bild)

Am Teichufer ein Bäumchen in voller Blütenpracht. (Bild drei) Ich umrundete den Teich und ging zurück in Richtung Bahndamm. Heute mal kein Gestank von der Kläranlage. Viele Leute am Kanalufer. Goethen hätte es gefreut!

Dort, in einem alten Bahnwärterhäuschen, hat sich jemand angesiedelt, der sich als Hobby - oder professionell? - mit Skulpturen beschäftigt. Akte haben es ihm offensichtlich angetan, denn die stehen überall im Garten. (Viertes Bild) Dazwischen Sitzgruppen. Originell allein der Schrott- Quichotte, den ich aber bei Gegenlicht nicht gut auf's Bild bekam. Er ist zu luftig für Schattenspiele. Ein alter Blechkamerad eben...

In den Gärten allenthalben Blütenpracht. Schön anzusehen und schön für's Foto. (Letztes Bild) Allerdings werkelten noch wenige Menschen zwischen den Gartenwegen. Vielleicht trauen sie den Vorboten des Frühlings nicht?

Am Ostersonntag war es auch noch schön. Wir waren auf dem Ostermarkt auf dem Markt. Viel Trubel und viel zu Essen. Danach habe ich mein Läufchen absolviert und war sonst faul. Warum auch nicht?

 Mal sehen, wie es in Kosice jetzt aussieht. Es soll regnen, aber die Temperaturen steigen auf 15 Grad. Da wird der Frühling wohl auch ausbrechen.  




Dienstag, 22. März 2016

Jdi Schulfinale Opatovska

"Jugend debattiert international" gibt es nun seit 10 Jahren und ich bin von Anfang an dabei gewesen! Deshalb wohl hat man mich zum Landeskoordinator des Projekts in der Slowakei geschlagen und in dieser Eigenschaft wirke ich nun. ;-)

Ein erster Höhepunkt war das Schulfinale am Gymnasium Opatovska, das am Montag stattfand. Die Kolleginnen hatten den Raum ansprechend gestaltet, in den Jury- Pausen liefen Kurzfilme zu Jdi, und am Anfang konnte ich ein wenig das Projekt als Ganzes skizzieren. Leider saß Bennet beim Arzt fest, so dass der Teilnehmer im deutschen Bundesfinale und Freiwilliger an der Srobarova nicht in der Jury wirken konnte. Dafür sprang Daniela von der Trebisovska ein, die ich dabei hatte, um wenigstens nominell meinen Unterricht mit den Abiturienten abzudecken. Sie löste die Sache hervorragend und gab Rückmeldungen wie ein alter Jdi- Profi. Gut so! Jakub hatte ich an die Kamera postiert und Michal schoss die Fotos. Jeder hatte also was zu tun.

Dann erlebten wir die Debatten. Debatte 1 (Bild oben) war die bessere, obwohl Matej (im Bild links) nicht so recht Lust hatte. Dafür spielte Mojmir den Clown nicht nur im Publikum. (Zweites Bild) Die Teilnehmerinnen der Debatte zwei agierten etwas lustlos. Agata (drittes Bild Mitte) und Jakub (rechts außen), die ich beide in Lomnica mit hatte, leisteten nicht im Ansatz das, was sie könnten. Motivation muss eben sein. Noch nicht perfekt, aber sehr konzentriert, agierte Simona (mit mir im Bild unten), die verdient Siegerin wurde und sich nun auf das Schulverbundfinale freut. Im Schulverbund sind 4 Gymnasien aus der Ostslowakei (zwei aus Kosice, eine aus Presov und eine aus Lipany). Dazu kommt noch der Schulverbund "West", zu dem zwei Schulen aus Bratislava und je eine aus Nove Zamky und Zilina gehören. In jedem SVF wird es zwei Debatten a 4 Teilnehmer/innen geben. Davon qualifizieren sich die vier besten. Und so hoffe ich, dass das fortgesetzte  Training auch Simona hilft, sich weiter zu steigern. Ich hätte sie gerne mit in Dresden, wo es Mitte Mai ein "Siegertraining" mit den Profis vom Rhetorik- Team geben wird, ehe am 16./ 17. 06. das Halbfinale und das Finale in Bratislava stattfinden. Ob Simona dabei sein wird?    



Montag, 21. März 2016

Bratislava im März

Donnerstag, den 17. 03. 2016: Programmlehrertreffen in Bratislava. Wir saßen bis 15.00 Uhr und als alle weg waren, hatte ich Zeit für einen Stadtgang. Anderntags war ich mit Judita, der Goethe- Koordinatorin Jdi, im Goethe- Institut verabredet. Dachte ich. Judita wartete den ganzen Donnerstag auf mich und ich hatte das versiebt. Alter? Oder Diabetes- Demenz?  Es war mir peinlich, aber nicht zu ändern. So musste meine Mitstreiterin in Sachen Jdi einen Teil ihres freien Freitags für unsere Absprache opfern...

Ich hatte jedenfalls Zeit und wollte mich nach der langen Autofahrt des vorigen Tages, ich kam aus Leipzig, ein bisschen bewegen. Also am Bahnhof vorbei zu Fuß Richtung Zentrum. Linker Hand findet sich dort ein originell gestaltetes Hotel, das mir natürlich früher schon aufgefallen war. Aber weil's so schön ist, hier noch einmal ein Foto. (Bild oben)

Beim "Eintritt" in das Altstadtareal überquert man die zur Donau- Brücke führende Auto- Trasse auf einer Fußgänger- Brücke, von der aus man einen schönen Aus- Blick auf die Altstadt und das gegenüberliegende Ufer hat. Das Hochhaus hinter dem Brückenturm gehört schon zur sozialistischen Neustadt. (Bild zwei) Für den Bau der Brücke und der Trasse, es sei noch einmal erwähnt, musste das Juden- Viertel mitsamt noch erhaltener Synagoge weichen. Erst vor zwei Jahren gestaltete man an der Stelle eine Gedenkwand, vor der eine Erinnerungsskulptur steht. An deiner Häuserwand findet sich eine Tafel mit dem Hinweis auf die Kinder, die von hier aus ins Gas geschickt wurden. Man fragt sich schon, warum es statt Erinnerung und Gedenken Slansky- Prozesse und Judenhass auch im Sozialismus gab...  

Als ich endlich die Donau erreichte, sank die Sonne. (Bild drei) Man baut an einer Promenade. Gut so. Es ist ein schöner Streifen, der zum Spazierengehen und Joggen einlädt. Es waren auch viele Jogger unterwegs. Zurück in der Altstadt faszinierten mich wieder die winkligen Gassen und Gänge. Hier der Kirchhof mit mittelalterlichem Ensemble und Ausblick auf die Burg.

Die jüngsten politischen Ereignisse sind auch sichtbar. Bei den gerade stattgefundenen Wahlen erreichten die Rechten des schwer national- sozialistisch (?) und antiziganistisch angehauchten Ausländerhassers Kotleba erstmals Sitze im Parlament. Es gab antifaschistische Demonstrationen in der Stadt und hier und da sind die Symbole an den Häusern zu finden. (Bild vier) Allerdings wird der Protest ohnmächtig bleiben, wenn sich nicht bald zivilgesellschaftliche Strukturen bilden, die das "Zigeuner- Problem" ernst nehmen und für Bildung wie Integration in den Arbeitsmarkt sorgen. Meine alte Leier: Warum sind Roma mit Abitur arbeitslos, wo doch so viele Sozialarbeiter aus den eigenen Reihen gebraucht würden? Von der neuen Regierung ist da wenig Neues zu erwarten. Und so wächst und wächst das Problem mit jedem Kind, das in die Ghettos hinein geboren wird...

Ziemlich müde kehrte ich nach ca. 4 Stunden Marsch "heim" ins UVS in der Bardosova. Vorher verlief ich mich noch bei dem Versuch, eine "Abkürzung" zu nehmen. Das machte statt 10 min zur Pizzeria den satten Umweg von einer Stunde aus! ;-) Trottelig wie ich langsam werde, kann ich mich über niemanden beschweren. Männer kehren nun mal nicht um, selbst wenn sie ahnen, dass der Weg doch nicht zum Ziel führt! Unten noch eine Impression des Platzes vor dem Präsidentenpalast. Ich fand die Reklame zum Freiheitsdenkmal passend: Ist nicht heute Hyundai die Große Freiheit? Mein Tag endete bei Kopfsalat mit Hühnerstreifen und einem kleinen Bier...- weil ich mir's erlaufen hatte!





Montag, 29. Februar 2016

Wie schwer ist eigentlich Weltbürgertum?

Slowakische Schüler/innen bekommen eine Aufgabe, wobei eine von 36 als Antwort schrieb:"Don't give a shit". Die anderen 35 äußerten sich. In Situation A ist die Frage, ob eine junge Frau in sehr teuren Designerklamotten, die zu einem wichtigen Vorstellungsgespräch zu einem Star- Architekten geht, ohne Rücksicht auf Geld und Karriere ein Kind retten sollte, das in einem Teich zu ertrinken droht. Von den 35 Schüler/innen waren 33 bedingungslos dafür und nur zwei meinten, sie könnte versuchen, Hilfe zu holen, um ihre Klamotten zu schonen und den Job zu kriegen. In Situation B kommt die junge Frau nach Hause. Sie hat den Job. Im Postkasten findet sie einen Spendenaufruf. Sie kann mit 100 Euro ein Kind in Afrika 6 Monate lang vor dem Hungertod bewahren. Soll sie es tun? Von den 35 Schüler/innen waren 3 dafür; 32 hatten Einwände und meinten - zugespitzt - "sie soll nicht 100 Euro für schwarze Kinder geben. (Maros). Dabei muss man wissen, dass in der Slowakei mit den "Schwarzen" auch Zigeuner gemeint sind... Die meisten waren jedoch dagegen, weil man ja nicht wisse, ob das Geld auch ankommt. Aber es gab auch die Meinung, dass das ganz allein ihre Entscheidung sei, ob sie sich selbst etwas kaufen will, oder ob sie eben Geld spendet: "Wir können sie nicht richten." (Gabriela) Eine Schülerin meinte: "Wer von uns würde 100 Euro nur so einem Kind in Afrika geben? Ich meine: Keiner von uns." (Tania) In der Variante C, in der dann gefragt wurde, ob sie das Geld geben solle, wenn das Kind eines Nachbarn sich auf der Afrika- Safari verletzt hat und der Nachbar um Hilfe bittet, waren dann wieder 32 von 35 der Meinung, sie solle helfen und das Geld sofort überweisen, "weil sie jetzt mehr Verantwortung fühlen muss." (Nicole) "Ich denke, dass wir den Kindern in Afrika helfen sollen", so Adriana, die als eine der wenigen für Hilfe plädierte, "aber dem Kind eines Nachbarn zu helfen ist ein bisschen natürlicher." Natürlich klingt u.a. auch so: "Wenn es das Kind des Nachbarn ist, kann der die Hilfe vielleicht zurück geben." (Ivana) Wir hätten eben "keinen persönlichen Kontakt und wir denken, das betrifft uns nicht" (Matus). Nur eine Stimme von 35 sprach sich ganz singulär und bedingungslos so aus: "Das bedeutet für unsere globalisierte Welt, dass jeder krank werden kann und wir müssen versuchen, jedem zu helfen." Auf Nachfrage bestätigte Daniel, den Sinn des Modalverbs richtig erfasst zu haben. Ja, wir MÜSSEN es wenigstens versuchen! Allerdings steht der EINEN WELT, deren Kiwi und Bananen wir so selbstverständlich konsumieren wie ihr Öl und die Produkte indonesischer Billigarbeiter,  kein Bürger dieser Welt gegenüber. Wir haben Konsum- und Wutbürger, Patrioten und Nationalisten, Touristen und Liebhaber afrikanischer Tierserien...- bloß Weltbürger haben wir nicht! Leider.

(zu den Übungen vgl. http://www.srf.ch/kultur/im-fokus/filosofix)