Dann geht es auf Waldpfaden und z.T. fast durchs Unterholz zur anderen Seite. (Bild Mitte) Der Ausschnitt auf dem Bild sieht zwar so aus, als könne man hier joggen, aber das täuscht: Nein, man kann dort definitiv nicht joggen. Höchstens trail- running wäre möglich...
Im unteren Teil, jenseits von "Schacht" und Pferdeställen, gibt es einen kleinen, relativ gepflegten und also parkähnlichen Teil. (Bild unten) Aber der ist nicht sehr weitläufig und überall von kleinen Müllhalden begrenzt. Wie in Kiew sitzen also auch hier bei schönem Wetter die Leute und grillen, saufen und werfen dann den Müll auf die Haufen, die ihre Vorgänger angefangen haben. Überall Flaschen, Plastik, Essensreste etc. Man versteht es zwar nicht, muss aber zufrieden sein, dass die Leute sich offensichtlich vom Müll angezogen fühlen und nicht immer wieder neue Stellen zumüllen. Was freilich an solchem Ambiente so anheimelnd sein soll, dass ich mich wieder mitten rein setzen will...- ich versteh's nicht.Reisebilder aus der Ukraine, der Slowakei, Rumänien und Osteuropa. Reflexionen zum Alltag, Reiseberichte, Kurioses und Interessantes vom Zusammenleben der Völker, Privates für Freunde und Bekannte...
Samstag, 27. März 2021
Park Richtung Riscani
Samstag, 13. März 2021
Alter Vergnügungspark
Montag, 8. März 2021
Stadtspaziergang am 08. März
Ich habe den Tag genutzt, um mich zu Fuß in die Stadt zu begeben. Es ist eigentlich nicht weit. Von mir, der ich fast am Stadtrand wohne, sind es nur 50 min bis zum zentralen Park des Zentrums. Allerdings ist man als Fußgänger nicht immer gut dran. Aber davon schrieb ich hier schon. Nur als Beleg noch ein Bild von der (wüsten) Übergangszone meines Wohngebiets zum Zentrum. (Bild zwei)
Mein Plan war, den berühmten Park "Valea Morilor" aufzusuchen und dort in der Gegend ein bisschen zu spazieren. Auf dem Weg dorthin fand ich erst einmal Freund Pilsudski, der mir hier nicht hinzugehören schien. Unter der Büste steht allerdings, er sei ein "Freund der Moldau" gewesen, was wohl meint: Ein Feind der Sowjetherrschaft. (Bild drei) Sei's drum. Nun haben die Polen hier also auch ein Denkmal. Zentral im "Valea Morilor", was "Tal der Mühlen" bedeutet, ist ein angestauter See, der mich ein bisschen an den gefluteten jüdischen Friedhof in Iwano Frankiwsk erinnert. Wahrscheinlich hat man hier früher Wassermühlen betrieben; Windmühlen sicher nicht. Aber populär ist der Aufgang bzw. Abstieg im sowjet- klassizistischen Stil. (Bild vier) Insgesamt war das Areal viel kleiner, als ich angenommen und gehofft hatte. In der Tat könnte man dort Rad fahren, entsprechende Spuren sind aufgezeichnet, meine Schüler/innen haben Recht. Allerdings würde das bedeuten, ca. 20 Mal rumzufahren und dabei ständig Fußgängern auszuweichen. Also nix für mich. :-(Autostadt Chisinau
Erste Beobachtung: Mit dem Auto kann man dorthin kommen; mit dem Bus ist es eine Weltreise, weil es keine direkte Verbindung gibt. Aber zu Fuß kommt man in 35 min hin, wenn man denn ankommt. Quer durch das Wäldchen geht es jedenfalls nicht, das wären höchstens 15 min; nein, man muss außen rum.
Mich wundert nun nicht mehr, dass mein Vorgänger auf der Straße schwer von einem Auto angefahren wurde. Es gibt zwischen den Wohngebieten einfach keine Fußwege. Gar keine! (Bild oben) Wer denkt, die kommen noch und ich habe nur eine Baustelle fotografiert, der irrt. Auch in den älteren und schon wieder verkommenen Bauabschnitten gibt es keine Fußgängerwege. Wie auch bei mir vor dem Haus fällt man aus der Haustür direkt auf einen Betonweg, der von Autos und Fußgängern gemeinsam genutzt wird. (Bild unten) Aus den ehemaligen Kinderspielplätzen sind längst Parkplätze geworden. Das sieht dann so aus, dass selbst Polizisten im Angesicht herumtobender Kinder (in meinem Hinterhof befindet sich eine Grundschule) die Geschwindigkeit ihres Fahrzeugs keineswegs reduzieren, sondern hupen und aus dem Fenster auf die Kinder einschimpfen, sie sollten besser aufpassen...Wohngebiet auch mit "Kaufland" nicht schöner. (Bild drei) Was soll ich sagen, wenn ich demnächst wieder gefragt werde, wie mir Chisinau gefällt? Jeder Mensch liebt seine Heimat, das Problem entsteht aber immer dann, wenn man nichts anderes kennt und glaubt, "bei mir zu Hause ist es am schönsten". So oft habe ich nun schon das Loblied auf das schöne Moldawien gelesen, aber ich habe die Schönheiten noch nicht entdecken können.
Freitag, 26. Februar 2021
Joggen in Chisinau
Montag, 22. Februar 2021
Neue Wohnung!
Dann kaufte ich noch ein Bad- Set und daher ist nun meine Toilette fußwarm und im Bad liegt eine rutsch- und wasserfeste Auflage. Vor der Tür gibt es eine neue Fußmatte. Das sollte es gewesen sein.
Schönes Wetter - erster ausführlicher Spaziergang in der Gegend
Gleich hinter meinem "Kwartal" ist der Moskauer Boulevard, die Hauptstraße des Stadtviertels. Ich wohne also hinter der auf Bild eins zu sehenden Häuserzeile auch immer noch auf dem "Boulevard Moscovei". Geht man den nach links bis zum Ende, also bis zum Gelände der Technischen Universität, kommt man auf den abschließenden Kreisverkehr. (Bild zwei) Übrigens die Kreuzung Moskauer Boulevard- Kiewer Straße.
Die Kiewer abwärts kommt man nach ein paar hundert Metern zum äußersten Ende des bereits mehrfach erwähnten Parks, den ich des Joggings wegen erkunden wollte. Das ist dieses Mal gelungen. Was ich fand, ist grundsätzlich zum Joggen geeignet, auch wenn es sich weniger um einen gepflegten Park, als vielmehr um ein verwildertes parkähnliches Waldstück handelt. (Bild drei) Noch sind die Wege zum Joggen zu schmierig, aber bald wird es gehen. An der mir bereits gut bekannten Stelle am "Toro", dem etwas teureren Steak- House, bog ich wieder ab in Richtung meines Quartiers. Da muss man über den Platz der Afghanistan- Kämpfer, der hier schon Erwähnung fand. Dieses Mal waren die Finger in der Lage, den Auslöser qualifiziert zu betätigen, weswegen das Denkmal nun zu sehen ist. (Bild vier) Irgendwie muss gerade ein Jahres- oder Gedenktag gewesen sein, denn der Blumenschmuck war noch sehr frisch. Anders als in Kiew, ist das "Denkmal der Schande" (wie man in der Ukraine oft hört) hier nicht versteckt am Rande der Stadt, sondern doch sehr zentral platziert. Das finde ich schon mal gut...Interessant, wie viele Kinder das Straßenbild prägen. Überall im Grünstreifen und hier auf dem Platz finden sich Spielplätze, die voller Kinder sind. (Bild fünf) Auffällig allerdings auch, wie wenig Väter dabei sind. Meist stehen junge Frauen allein am Rand; daneben sind auch ganze Großfamilien zu sehen. Paare sind selten. Hm...Zum Ende des Ausflugs landete ich wieder im "Palacinta". Zwar hatte ich mehrere Restaurants unterwegs betreten und geschaut, was es da gibt, aber ich fand nichts, was mich ansprach. Viele Cafés und Bars, in denen Kuchen oder Burger das Speiseangebot dominieren. Viele Pizzerias auch. Alles nix für den Low- Carb- Freund. Dann eben "Palacinta". Das Essen ist preiswert und gut, das Ambiente grenzwertig. (Bild unten) Vor allem die Manele- Musik (rumänisch- moldawischer Balkan- Pop) nervt etwas. Aber eigentlich bin ich schon daran gewöhnt. Ist wie "RuPo" (Russen- Pop) in der Ukraine. Dieses Mal aß ich ein Beef- Stroganoff - ja, ist akzeptabel. ;-)Auf dem Rückweg ins "traute Heim" kam ich am "Jysk" (so eine Art Ikea im Kleinformat) vorbei und stellte fest, dass am Sonntag nicht nur Supermärkte, sondern auch andere große Warenhäuser geöffnet haben. Also zog ich Erkundigen ein, was man da zur Verschönerung meiner Wohnung kaufen kann, und besorgte mir einen dringend notwendigen Schreibtischstuhl. Lustig, dass mir gleich zwei junge Männer als Verkäufer über den Weg liefen, die perfekt Deutsch sprechen. Einer ist wohl vor seiner "Karriere" als Verkäufer Sprachen- Student gewesen, der andere hatte in Rostock (!) gearbeitet und kannte Wismar ziemlich gut. Lach. Wir haben uns "nach Corona" auf ein Bier verabredet. Mal sehen...




