Reisebilder aus der Ukraine, der Slowakei, Rumänien und Osteuropa. Reflexionen zum Alltag, Reiseberichte, Kurioses und Interessantes vom Zusammenleben der Völker, Privates für Freunde und Bekannte...

Freitag, 1. August 2025

2025 -07 -15 Wanderung in die Weinberge bei Nußdorf

Die Bilder hängen und schönes Wetter war zu nutzen, ehe es enden sollte. Zwar waren wir schon mit Lutze in den Weinbergen, die nun unser Ziel waren, aber damals ging es um den Heurigen. Dieses Mal stiegen wir früher aus und ich konnte endlich die Karl- Marx- Siedlung (Bild oben) sehen und mich davon überzeugen, dass hier wirklich eine Utopie versucht und verwirklicht wurde. Das Gebäudeensemble ist beeindruckend.

Weiter ging es dann bergauf bis zum "Weißen Berg", wo Ende des 17. Jahrhunderts die gleichnamige Schlacht gegen die Osmanen stattfand. Heute erinnert eine Gedächtniskirche an dieses Ereignis und wie zu erwarten, sind es vor allem die Polen, die hier das Gedächtnis an Sobieski hochhalten. Aber auch ein Denkmal für ukrainische Kosaken, die - wohl als Hilfstruppen Sobieskis dabei waren - ist jüngst errichtet worden. Man sieht, wie politische Konjunkturen "Geschichte" schreiben. Immerhin gibt es von oben einen schönen Blick über Wien (Bild unten). Das Wetter hielt sich und so wurde es ein schöner Tag.

 

Donnerstag, 31. Juli 2025

2025 - 07 - 14 Banska Bistrica, Enns und Wien bei Anka

Über Banska Bystrica (Bild unten), wo wir zu Mittag aßen und einen guten Kaffee tranken, ging es über Enns nach Wien zu Anka, wo wir ein Quartier in ihrer Wohnung (Bild oben) hatten. Neusohl ist eine prächtige und heute noch sehenswerte Stadt (Bild unten), in der die Fugger die Rohstoffe gewannen, die sie dann von Augsburg aus zu Geld machten. Seit meinem letzten Besuch waren einige Nebenstraßen, die früher eher verfallen waren, neu restauriert, was mich freute. Allerdings gibt es sichtbar Probleme auch diese Straßenzüge zu beleben und Menschen dorthin zu locken. Es scheint, als könnte das moderne Bystrica nicht ganz an die historische Bedeutung anknüpfen. Schade. Auf jeden Fall wünscht man der Stadt, die am Eingang zu malerischen Berggegenden liegt, mehr Touristen. Es lohnt sich! 

Trotz des Aufenthalts in Bystrica hatten wir noch Zeit, uns Enns anzuschauen, das in Österreich am Weg lag. Die Entfernung Kosice - Wien ist wirklich nicht groß. Aber so sehr begeisterte uns das historische Stadtareal nicht. Bystrica ist schöner! Bei Anka angekommen, widmeten wir uns jedenfalls der Wohnungsdekoration. Da sie beschlossen hat, nun doch in dieser Wohnung zu bleiben, sollten die bisher nur angelehnten Bilder ihren Platz an der Wand finden. Uta war ganz in ihrem Element. ;-)


 
 

2025 -07-13 Slowakisches Paradies

Wie oft war ich nun schon hier? Aber es ist immer wieder schön. Uta hatte von einer Freundin gehört, wie toll es im "Paradies" wäre, und hatte unbedingt klettern wollen. Aber bisher hatte uns das Wetter immer einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun aber war es zwei Tage im Wesentlichen trocken geblieben und warm genug, so dass man die  Wanderung über die glatten und glitschigen Pfade, Leitern (Bild oben) und Trittgitter an den steilen Hängen über dem Hornad wagen konnte. Ich wählte die Route am Hornad (Bild unten) entlang aus, weil sie einerseits am romantischsten und andererseits nicht zu lang und zu anstrengend ist. 

Letzteres war für im Klettern ungeübte Turnerinnen auch geboten. ;-) Oben am Kloster angelangt, war meine werte Gattin doch froh, vor dem Abstieg eine Pause einlegen zu können. Aber letztlich lief alles glatt und erfüllt ihre Erwartungen. Das Wetter spielte mit und so wurde auch dieser ein schöner Tag. 

Wehmut auch hier. Nun waren wir beide da und es wird sicher eine Weile dauern, ehe sich mal wieder die Gelegenheit ergibt, zumal ich, sollte ich allein herkommen, auch gerne wieder in die Tatra steigen würde. Na, mal sehen...

2025 - 07- 12 Medzev bei Helmut Bistika

Mit Helmut verbindet mich nun schon eine jahrelange Freundschaft und immer, wenn ich kann, fahre ich ins Bodvar- Tal nach Medzev (Bild oben), wo einst über 40 mittelalterliche Hammerschmieden noch bis 1945 in Betrieb waren. (Heute gibt es noch eine, die zum technischen Museum in Kosice gehört.) Helmut ist gelernter Holzarbeiter, studierter Behindertenpädagoge aus Passion und Selfmade- Künstler (ebenfalls aus Passion). Ein Multitalent jedenfalls und Energiebündel, das nie stillsitzen kann; mittlerweile mit Ausstellungen nicht nur in der Slowakei, sondern in vielen europäischen Ländern und in den USA... 

Dieses Mal waren wir aber verabredet, weil Uta die Bistikas kennenlernen wollte und weil wir beschlossen hatten, unseren Bild- Bestand unbedingt um einen Engel zu erweitern. Das war spannend, denn Helmut zögerte sichtlich, ehe er unsere Wahl akzeptierte. Das Stück (unten im Bild) war in Jana Bistikas Café ausgestellt und gefiel uns gleich- aber auch er hing an seinem gelungenen Werk. Dann aber gab er sich einen Ruck. denn die Bilder würden bei Freunden hängen, die seine Arbeit schätzen. Er machte uns noch einen Freundschaftspreis und wir revanchierten uns, indem wir gleich noch einen zweiten "Engel" dazu legten. Die Zufriedenheit war allgemein und nun zieren sie in Leipzig den Durchgang zur Arbeitsecke und erfreuen das Auge vom Esstisch aus. (Bild unten) Sowieso war es ein schöner Tag mit liebevoll zubereitetem Essen bei Bistikas zu Hause und dann bei einem guten Kaffee mit Kuchen im Café. Bis zum nächsten Mal also. Wir hoffen, Helmut wird auf der nächsten Durchreise durch Leipzig auch unser Gast sein und sich davon überzeugen, dass seine Bilder gut zu uns und in unsere Wohnung passen. ;-)

Mittwoch, 30. Juli 2025

2025- 07- 11 Levoca- Spisska Kapitula und Presov

In der Tatra blieb es regnerisch und so blieb uns nichts anderes übrig, als auf dem Weg nach Kosice mitzunehmen, was so alles am Wegrand liegt. Da war zunächst Levoca (Bild unten die geschlossen um die Stadt herum erhaltene Stadtmauer), wo Uta ihre Eindrücke von einem sicher mehr als 10 Jahre zurück liegenden Besuch der Stadt auffrischen konnte. Ich fand, dass ein paar Stellen neu restauriert und die Plätze der Stadt schöner als früher gestaltet sind. Auch gab es mehr Leben in den vielen Cafés, was mich gefreut hat. 

Weiter lag die Zipser Burg am Weg, die aber nur eine imposante Ruine ist. Statt sie erneut zu besuchen, führte ich Uta durch das "Zipser Jerusalem" (Bild oben), wo weiter restauriert wird. Gut so, denn schließlich gehört das Areal einer der wenigen noch erhaltenen Kleriker- Städte zum UNESCO- Weltkulturerbe. Freilich stellt sich die Frage, wie man die mittelalterlichen und Renaissance- Gebäude nutzen will. Die kleine Stadt zu Füßen von Kapitula hat dafür keine Verwendung. Hier muss der Staat Ideen entwickeln, um das Areal zu revitalisieren.

Bevor wir nach Kosice kamen und auch dort noch einen Stadtgang machten, hielten wir zum Essen in Presov, wo ich gefühlt gerade hergekommen war. Nicht einmal vor einem Monat hatte ich hier Ludo besucht. Naja, Uta hat's gefallen und das ist ja die Hauptsache. 

2025-07-10 Kezmarok und Stara Liubovna

In der Tatra regnete es und wandern, wie wir es geplant hatten, war sinnlos. Also wieder eine Städte- Tour. Ich gestehe, dass mich das Gefühl von Urlaub verließ, da ich nun eher wieder zum Reiseführer durch all die mir so gut bekannten Orte wurde. Zudem beschlich mich ein bisschen Wehmut, denn wir können ja nicht immer und ewig nur in den Osten fahren, weshalb es vielleicht für lange Zeit das letzte Mal war, dass ich durch Kezmarok (Bild oben) oder zur Burg in Stara Liubovna (Bild unten) spazieren werde. Aber Uta hat Kezmarok gefallen und die alte polnische Burg hat sowieso was für sich. 

Nach der Burg, die ich so gut restauriert nicht in Erinnerung hatte (jedenfalls gab es das Drumherum mit Skansen und Obst- Destillery vor ein paar Jahren noch nicht), fuhren wir noch durchs Zipser Land und hielten an diversen Kirchen und kleinen Palais an. Speziell für Uta fuhren wir auch noch zu den Sprungschanzen von Strbske Pleso. Aber da kam schon wieder Regen auf. Abends aßen wir sehr gut in Tatranska Lomnica in einem "Grill- House". Schließlich gab es wieder Fußball und ich beendete meine Lektüre...


 

2025-07-09 Brno

Ich hatte Brno aus sozialistischen Zeiten in unguter Erinnerung und bin jahrelang daran vorbei gefahren. Aber der Tag sollte gegen Abend regnerisch werden und deshalb war es angesagt, den nur wolkigen Vormittag für etwas anderes als eine Autofahrt zu nutzen. Also verließen wir kurz entschlossen die Autobahn und sahen uns Brno an, das schöne Stellen und einige Sehenswürdigkeiten hat, mich aber dennoch nicht "umhauen" konnte. Der erste Eindruck von früher wirkte nach...

Aber insgesamt ist die Stadt lebendig und gut restauriert und man sieht, dass sie in der Vorkriegszeit ein wichtiges Zentrum war. Naja, ein Industriezentrum ist die Stadt immer noch, aber Charme hat sie nicht wirklich. Abends kamen wir in Tatranska Lomnica an und hatten ein schönes Abendessen in einer Koliba in der Nähe des Hotels.