Reisebilder aus der Ukraine, der Slowakei, Rumänien und Osteuropa. Reflexionen zum Alltag, Reiseberichte, Kurioses und Interessantes vom Zusammenleben der Völker, Privates für Freunde und Bekannte...
Samstag, 21. Mai 2016
Siegertraining Jdi in Dresden (4)
Am Donnerstag war straffe Arbeit angesagt, denn ab der Kaffeepause sollte der Stadtgang stattfinden. Dieses Mal gab es für alle richtige Debatten mit Jury (Bild oben Isabel, Heike und Aniko), gemeinsamer Vorbereitung (Bild zwei Simon, Lucia, Sara, Mate "Bomba" und Antal) und einer qualifizierten Auswertung (Bild drei Heike mit Sara). Die Fortschritte waren deutlich zu sehen. Hier und da gibt es aber auch noch Defizite. Warum nicht? Es ist halt noch kein Meister vom Himmel gefallen!
Um 16:00 Uhr brachen wir dann zum Stadtgang auf. Über den Marktplatz ging es zur Frauenkirche, wo gerade ein Chor sang. Davor ein "Ashram" mit den einschlägigen Melodien. Die Jugendlichen fanden das faszinierender als Bach. ;-) Über die Elbterassen gingen wir zum Fürstenzug (Bild vier), wo ich die Geschichte von Friedrich dem Gebissenen zum Besten gab. ;-) Durch den Reithof gingen wir dann zum Zwinger und an der Semper- Oper vorbei über die Brücke in die Neustadt. An der Drei- Königs- Kirche endete der etwa zweistündige Rundgang. Das war auch gut so, denn nun war die Lust der jungen Leute, mir zuzuhören, erschöpft. Sie sehen auch kaum hoch, verbinden nichts mit dem, was man ihnen sagt. Der Blick auf das Mobiltelefon ist wichtiger als der auf barocke Architektur und eine Pizza erscheint als das Reich der Seligkeit, wenn man sie zu der Latscherei durch irgendwelche berühmten Altstädte ins Verhältnis setzt. Bildungsterrorismus habe ich mir jedoch schon abgewöhnt; ein jeder sieht halt nur das, wofür er sich interessiert, wovon er etwas weiß, womit er etwas verbindet. Das alles hatten Dresden und die sächsische Geschichte offensichtlich nicht zu bieten. Es ist eben nicht München und hat kein Oktoberfest, wovon jeder Slowake und Ungar heimlich träumt. ;-) Jedenfalls konnte das Dixieland- Festival (?) da nicht mithalten. In allen Kneipen und auf den Elbkähnen spielten Jazz- Kapellen, weshalb ich vorschlug, die knapp 5 km evtl. zu Fuß zu gehen, aber das wurde natürlich :-) abgelehnt. So latschte ich allein den ganzen Weg und freute mich an diversen Foto- Motiven.

Weil ich den Einbruch der Dunkelheit abwarten wollte (zweites Bild unten- beleuchteter Elbkahn vor und - Bild unten - nach dem Blauen Wunder), kam ich gegen 21:30 Uhr doch wirklich als Letzter in unser Quartier. Nach der Pizza hatte also niemand mehr Lust verspürt, sich allein die Stadt anzusehen. Ein paar leute waren noch mal shoppen, wusste Aniko zu berichten, die selber unbedingt noch einen Store aufsuchen musste, den es in Ungarn nicht gäbe und den man sonst nur in Wien finden könne. Naja, wenn sie das alles schleppen wollen... Mir soll's endlich egal sein.
Ich traf "meine Runde" wie erhofft wieder in der Bibliothek. Wir setzten das Thema des Vortages fort und es erwies sich das ehrliche Interesse. Die Jungs und ich diskutierten naturwissenschaftliche Probleme und die Sinnhaftigkeit ihrer Vermittlung im Unterricht, mit Ema ging es dann um Politik und endlich um Fragen der "Guten Lebens". Wieder musste ich die Bande um 24:00 Uhr ins Bett scheuchen. Natürlich machten sie auf den Zimmern noch weiter. Ich hörte die tappenden Schritte auf dem Flur, aber es war mir egal. Die Trainerinnen hatten die hohe Disziplin und die Bereitschaft, sich bis zum Äußersten zu konzentrieren gelobt, warum sollte ich also päpstlicher als der Papst sein? Schön war, dass mich auf dem Weg ins Zimmer ein ungarisches Mädchen abfing, das unbedingt wissen wollte, wie "Ich liebe dich" auf Slowakisch heißt; einer "meiner" Jungs lernte heftig Ungarisch mit Tomas, der aus Nove Zamky ist und Ungarisch spricht. Also war das Eis gebrochen! Es bestätigt sich eben immer wieder, dass man die jungen Leute nur zusammen bringen braucht, dann begreifen sie ganz schnell, um wie Vieles Ähnlicher als gedacht sie sich sind.
Die Gespräche anderntags im Zug und die Szenen der Verabschiedung zeigten das. Mal sehen, wer sich von den beiden Gruppen im Herbst zum 10. Internationalen Finale in Prag wiedersehen wird... Schade, ich werde nicht mehr dabei sein. :-( Aber erst einmal muss ich beim Landesfinale der Slowaken zeigen, dass ich aller persönlichen Sympathien ungeachtet ein objektives Urteil sprechen und die beiden Landessieger küren kann. Auf jeden Fall freue ich mich, "meine Truppe" wiederzusehen!
Siegertraining Jdi in Dresden (3)
Aber Heike und Isabel (Bild 4 rechts) mühten sich redlich und es wurde von Mal zu Mal besser. Man sieht an Claudia (Bild unten), wie ernsthaft die Jugendlichen ihre Aufgabe nahmen. Und das war/ ist auch gut so.
Siegertraining Jdi in Dresden (2)
Am Dienstag, dem 17. 05., hatte ich nicht mehr so viel zu tun. Nun agierten die Trainerinnen Isabel Nierbeck und Heike Petersen. Heike kannte ich schon vom allerersten Training in Kiew. Abends saßen wir zusammen und lachten über ihre Ukraine- Erlebnisse. War es damals wirklich so schlimm? Wahrscheinlich ja. Ich habe es nur verdrängt. ;-)
Jedenfalls waren von 09:00 bis 18:00 Uhr Trainigseinheiten angesetzt. Meine Befürchtungen, dass die Slowaken der langen Nächte wegen übermüdet und unpünktlich sein könnten, bewahrheiteten sich nicht. Anders als am Projektwochenende am Sirava, als ich Simona immer suchen musste, waren hier alle absolut diszipliniert. Allerdings war es mir doch nicht geheuer, sie nach 22:00 Uhr noch in den Elbwiesen zu wissen. Das wurde dann untersagt und auch daran hielten sich alle. Zwischen den Ungarn und den Slowaken brach das Eis, indem sich die Geschlechter für das jeweils andere aus dem Nachbar- Land zu interessieren begannen. ;-) Es machte allen sichtlich Spaß. (Bild oben: Patrick und Daniel aus Ungarn). Die Pausenversorgung war etwas dürftig, da das Goethe- Institut sogar an Kaffee und Kuchen sparen zu müssen meint, aber das konnte mit Hilfe von Frau Milde von der Stiftung geklärt werden. Danach gab es leckeren Kuchen und es schmeckte allen. (Bild Mitte: Sara, Simon und Oliver)

Mit Aniko (Bild unten rechts) und den Trainerinnen saßen wir erst abends zusammen. Sie machte alle Übungseinheiten mit. Mir war das über. Zu oft bin ich schon trainiert worden und zu oft habe ich es selbst vor Schüler/innen und Lehrer/innen machen dürfen. So konnte ich lesen, spazieren und joggen gehen. :-) Immer an der Elbe entlang gibt es einen asphaltierten Weg, von dem aus man schöne Ausblicke auf das Blaue Wunder, die Schlösser, den Weißen Hirsch und den Fernsehturm hat. Das Wetter war nicht so gut, aber beim Laufen wird einem ja warm und das bisschen Regen kann man dann vergessen.
Mit Aniko (Bild unten rechts) und den Trainerinnen saßen wir erst abends zusammen. Sie machte alle Übungseinheiten mit. Mir war das über. Zu oft bin ich schon trainiert worden und zu oft habe ich es selbst vor Schüler/innen und Lehrer/innen machen dürfen. So konnte ich lesen, spazieren und joggen gehen. :-) Immer an der Elbe entlang gibt es einen asphaltierten Weg, von dem aus man schöne Ausblicke auf das Blaue Wunder, die Schlösser, den Weißen Hirsch und den Fernsehturm hat. Das Wetter war nicht so gut, aber beim Laufen wird einem ja warm und das bisschen Regen kann man dann vergessen.
Jugend debattiert international- Siegertraining in Dresden (1)
Donnerstag, 12. Mai 2016
Abendspaziergang in Kosice
Der Rückweg führte mich an den Internatsgebäuden der Universität vorbei. Durch ein geöffnetes Fenster lachte mich ein Deckengemälde an, das a) von der Kunstfertigkeit des Bewohners, b) aber auch von dessen Obsessionen kündet. Schade, dass ich das "pornografische Moment" der Malerei durch das Fenster nicht wirklich abbilden konnte. Sehenswert das ganze und in eine Art von Licht getaucht, die ahnen lässt, dass Wünsche manchmal wahr werden. ;-) Lach!
Kosice- einfach noch mal so
Geht man die Straßenüberführung gegenüber der Kunsthalle in Richtung Altstadt, kommt man in die nun fast fertig umgebaute "Handwerkergasse", den wohl historischsten Teil der Altstadt. Immer wieder ein hübscher Blick. (Bild vier)
Sonntag, 1. Mai 2016
Eger mit BuF Baar
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