Dafür stehen in der Stadt viele kleine Skulpturen, die an den Künstler erinnern. (Bild zwei) Auch das aus DDR- Zeiten stammende schöne Denkmal auf dem Marktplatz (Bild drei, ohne Denkmal) ist erhalten.
Reisebilder aus der Ukraine, der Slowakei, Rumänien und Osteuropa. Reflexionen zum Alltag, Reiseberichte, Kurioses und Interessantes vom Zusammenleben der Völker, Privates für Freunde und Bekannte...
Montag, 10. Juli 2017
Wurzen bei Ringelnatz
Dafür stehen in der Stadt viele kleine Skulpturen, die an den Künstler erinnern. (Bild zwei) Auch das aus DDR- Zeiten stammende schöne Denkmal auf dem Marktplatz (Bild drei, ohne Denkmal) ist erhalten.
Besuch in Greifswald
Ich schaute ein wenig hin und her, um die Straße zu finden, in der ich die ersten Wochen meines Lebens verbracht haben soll. Nicht wirklich ernsthaft, deswegen fanden wir sie nicht. Beim Rundgang musste ich auch immer wieder an die Handlung des Romans "Märchenerzähler" von Antonia Michaelis denken. Wieso hat der bloß das Etikett "Jugendliteratur" bekommen? Literatur ist Literatur und entweder gut oder schlecht. Alles andere ist eine Frage danach, wer sich auf die Lektüre einlassen mag bzw. für wen sie evtl. noch zu überfordernd ist. Ich habe das Buch gern gelesen.
Schloss Willigrad
Davon ab ist das Schloss heute gut saniert und dient als Künstlerhaus. Gut so. In den Gewächshausanlagen kann man guten Kaffee und Kuchen bekommen und kaufen kann man Produkte vom Ort. Der Park ist ebenfalls im Ansatz wiederhergestellt und mit gut begehbaren Wegen am See und durch den Wald ausgestattet. Alles in allem ein lohnendes Ausflugsziel. Vor allem gut für Radfahrer und Spaziergänger!
Samstag, 8. Juli 2017
Schwerin- irgendwie auch "Osten"
Zu den Attraktionen, die mich früher nach Schwerin gezogen haben, gehört das Technik- Museum, das einst in den unter dem Schloss befindlichen Gewölben der Orangerie untergebracht war. Der Zugang erfolgte über die künstlichen Grotten (Bild vier), die mich immer sehr beeindruckt hatten. Heute ist das Museum in Wismar und ich war noch nicht wieder da. Schade eigentlich. Man schätzt nicht, was man "zu Hause" hat!
Der Abend hatte auch noch einen Höhepunkt: Eine nach der Pause wirklich starke Faust- Inszenierung (Teil I) in der Wismarer Georgen- Kirche. Als es dunkelte, "spielte" sogar die Kirche mit. Mehr Kulisse für die Szene "Kerker" etc. geht wirklich nicht! ;-)
Urlaubstag in StralsundDanach kamen
Uta kennt den Nordosten Deutschlands und mithin meine Heimat nicht! Sie war noch nie in Stralsund und also sind wir doch gleich los. Das Wetter war schön und in Wismar brauchte uns gerade niemand. Und mit der neuen Autobahn ist es ja nur noch ein Katzensprung...
Angekommen machten wir einen ersten Rundgang und stellten fest, dass auch dieses Mal das Rathaus nicht ohne Baugerüste ist. Ich habe es wohl nur zu DDR- Zeiten uneingerüstet gesehen. Jedenfalls nichts Neues in Stralsund! ;-) Da unser Auto auf einem Kurzzeitparkplatz stand, mussten wir erst einmal zurück und die Standzeit verlängern. Danach kamen wir an der Torhauskneipe (Bild eins) nicht vorbei. Das Essen war preiswert und schmeckte gut; der Freisitz im Hof angenehm und schattig. Bei schlechterem Wetter hätten sich natürlich alle Gäste in die Schankstube gedrängt. Die sieht wirklich urig aus und glänzt mit einem original mittelalterlichen Brunnen (links im Bild).
Der folgende gezielte Stadtrundgang ließ natürlich keine der imposanten Kirchen aus und führte uns auch zu der an einen belgischen Beguinen- Hof erinnernden "Sozialsiedlung" mit Alten- und Siechenhaus und interessanterweise auch einem Quartier für mittellos in der Stadt hängen gebliebene Fremde. (Bild zwei)

Von dort kommt man geradewegs zum alten Hafen, dessen historische Speicherzeile nur durch den Neubau des Ozeaneums gestört wird. (Auf Bild drei das weiße Gebäude hinter dem Turmhaus vorne.) Überhaupt hat Stralsund viele Bausünden in der Altstadt und man versteht, warum der UNESCO- Welterbestatus nur im Verbund mit Wismar erreicht wurde. Wismar hat viel weniger imposante Einzelbauten, in Stralsund ist einfach alles eine Nummer größer und reicher, aber meine kleine Heimatstadt wirkt geschlossener. Beide zusammen zeigen wirklich den Glanz der Hanse und ihre spezifischen Bauformen.
Im Hafen lag auch die "Gorch Fock", das Segelschulschiff der Bundesmarine. Uta wunderte sich darüber, dass es früher ein sowjetisches Schiff war, dass den hübschen Namen "Towarischtsch" trug. (Bild fünf)
Dann hatten wir genug gesehen und sind nach einem schönen Tag zurück nach Wismar.
Im Hafen lag auch die "Gorch Fock", das Segelschulschiff der Bundesmarine. Uta wunderte sich darüber, dass es früher ein sowjetisches Schiff war, dass den hübschen Namen "Towarischtsch" trug. (Bild fünf)
Dann hatten wir genug gesehen und sind nach einem schönen Tag zurück nach Wismar.
Mittwoch, 28. Juni 2017
Göschen- Haus in Grimma
Wie gesagt, Möbel werden ebenfalls gezeigt und von dem sehr kompetenten und für seine Sache brennenden Museumsführer, einem studierten Germanisten, anschaulich vorgeführt. Ich wusste vordem noch nicht, wie die freilich auch damals etwas peinlichen Bedarfsgeräte für die Nacht ästhetisch und unauffällig weggeschlossen werden konnten. Der säulenartige Rundschrank (Bild vier) machte es möglich. ;-)
Das war es dann leider. Sogar unsere Hoffnung, in der Stadt etwas zum Essen zu finden, scheiterte an dem einsetzenden Starkregen, der binnen Minuten die Straßen in Bäche verwandelte. Da blieb uns nichts anderes übrig, als nach Leipzig zurück zu fahren und beim Afghanen um die Ecke ein leckeres Mittags- Menü zu einzunehmen. Na ja, wir haben eben Urlaub...
Dienstag, 27. Juni 2017
Rückreise über Prešov und Medzev nach Leipzig
In der Slowakei beruhigte sich das Wetter und ich konnte sogar draußen sitzen und im Med Malina zu Abend essen. Abgestiegen war ich wie immer im Hotel "Rokoko". Gute Adresse. Leider war kein deutscher Kollege mehr da und es war schon zu spät, um sich noch mit anderen Freunden zu treffen.

Ein solches Treffen war für Sonnabend angesagt. Freund Ludo aus Presov (Bild oben) erwartete mich und bewirtete mich mit leckeren selbst geernteten Süßkirschen.
Aber wir wollten spazieren gehen und dabei einen Gedenkstein suchen, der aus Anlass des letzten Duells in dieser Gegend auf einer Waldlichtung bei kvasná voda aufgestellt wurde. Spannende Sache. Nach einiger Sucherei fanden wir ihn, Darauf stand, dass man sich hier auf 25 Fuß Entfernung (das sind weniger als 25m!) mit Pistolen (er)schoss. Wie man auf Bild zwei sieht, hätte ich das lieber selbst getan. 20m? Das war wohl mehr ein Kaltblütigkeitstest als ein Zielschießen! Nur Nervosität konnte verhindern, dass sich da zwei ins Herz schossen. Ein ungarischer Baron immerhin war nicht kaltblütig genug- stand auf dem Stein zu lesen...
Anderntags fuhr ich nach Medzev/ Metzenseifen zu Helmut Bistika. Wir schwatzten wie immer und unterhielten uns über Kunst, während er welche machte. Die realistischen Gesichtsabdrücke, die unschöne Züge aufweisen, sollen einst ideale Frauenkörper zieren. (Bild drei)"Hässlich" trifft "schön"? Oder wird noch Anderes draus? Helmut selbst ist mit "gutem Beispiel" ;-) voraus gegangen. (Bild unten)
Am Montag dann startete ich gegen 09.00 Uhr in Medzev und erreichte Leipzig volle 12 Stunden später. Es war ziemlich voll auf der polnischen Autobahn und es gab mehrere Staus. Aber nun bin ich zu Hause und kann die Ferien genießen!
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