Reisebilder aus der Ukraine, der Slowakei, Rumänien und Osteuropa. Reflexionen zum Alltag, Reiseberichte, Kurioses und Interessantes vom Zusammenleben der Völker, Privates für Freunde und Bekannte...

Samstag, 9. November 2019

02.11. - Bukarest Jugend debattiert

Von Buzau fuhr ich morgens nach Bukarest. Um 12.00 Uhr passierte ich das Ortseingangsschild und 15 min vor 14.00 Uhr hatte ich dann endlich einen Parkplatz gefunden. Dazu musste ich einen Parkplatzlöwen, der nur stundenweise und nicht über Nacht vermietet, beknien und bebetteln, und bekam endlich doch für 180 Lei, also knapp 40 Euro, einen Platz für zwei Nächte. (80 war der Preis- 100 waren für ihn.) Wäre das nicht geglückt, ich weiß nicht, wo und wie lange ich noch da rum gekurvt wäre. Glücklicherweise lag der Parkplatz - ich kannte ihn, er war mir schon beim letzten Mal verweigert worden - nur ca. 10 min von der Schule entfernt, in der das Finale "Jugend debattiert in Rumänien" stattfinden sollte. Ich kam gerade noch pünktlich und konnte meine Jury einweisen. Dann liefen die Halbfinals. Richtig gut war nur eine Debatte; drei von vier Teilnehmerinnen stellten dann auch das Finalteam. Ich hätte sie alle genommen, aber meine Jurykollegen waren anderer Meinung. Anderntags bekam ich dann Recht; die gegen mein Votum bestellte Kandidatin versagte völlig und sagte gar nichts. Das habe ich in 15 Jahren Jdi noch nie erlebt! Gut, meine Eitelkeit ist bestätigt. ;-) Immerhin mache ich das nun schon 15 Jahre und habe doch langsam einen Blick für die Leistung der einzelnen Teilnehmer...

Nach dem Stress der Parkplatzsuche und den Wertungen für immerhin drei aufeinanderfolgende Debatten war dann das Hotel eine gelungene Überraschung. Für die Botschaft, die den Wettbewerb finanziert, sind das wahrscheinlich alles Peanuts resp. sie selbst würden nie in eine Drei- Sterne- Hotel gehen. Und so ließen sie sich das Drumherum was kosten. Die Restaurants waren exzellent und das Hotel- nun ja, man sehe selbst: SPA mit allem drum und daran. Allerdings hat es ein bisschen gedauert, bis ich den Whirlpool fachgerecht in Betrieb nehmen und mich entspannen konnte. (Bild Oben) Erlebnis? Eine Badewanne hätte es auch getan...

Raffiniert immerhin das Fenster (Bild zwei), durch das man - sich auf dem Bett räkelnd - womöglich der Frau oder Freundin beim Badespaß zusehen kann. Das musste ich dann doch mal fotografieren, denn bisher bin ich solchem (kleinen) Luxus immer aus dem Weg gegangen. Was brauche ich auf Reisen? Ein ruhiges Bett, womöglich ein Restaurant und sicher ein Bierchen. Das andere reizt mich nicht einmal dann , wenn es mir um's Geld nicht leid tun müsste. Nach dem Finale blieb ich noch und erkundete mit einem Kollegen die Gegend. Ganz nett. Ich gebe zu, Bukarest außerhalb des Zentrums- das kann sich mit Berlin vergleichen. Es gefällt mir immer besser. Gute Kneipen gibt es jedenfalls überall...




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