Reisebilder aus der Ukraine, der Slowakei, Rumänien und Osteuropa. Reflexionen zum Alltag, Reiseberichte, Kurioses und Interessantes vom Zusammenleben der Völker, Privates für Freunde und Bekannte...

Donnerstag, 27. September 2018

Trier am 01. 09. 2018

Ich besuchte unseren ehemaligen Chef und jetzigen umtriebigen Pensionär Hans- Georg Salm in Gondenbrett in der Eifel und da uns das gemeinsame Interesse an der Jugend und Bildung von Karl  Marx zusammengeführt hatte, führte Hans- Georg mich durch Trier. Ein Jahr zuvor hat er die interessante Abhandlung "Die Lehrer von Karl Marx" herausgebracht und so wandelten wir nun auch auf deren Spuren und mussten also das alte Gymnasium besuchen. (Bild oben) Durch diese Türen, vorbei an der barocken Säule, ist Marx also als Jugendlicher täglich in sein Schulhaus gegangen.

Außerdem besuchten wir die beiden schlechten Sonder- Ausstellungen zum Marx- Jubiläum, die sichtlich so konzipiert waren, dass Nicht- Marx- Kenner möglichst nichts über den Politiker, Ökonom und Sozialwissenschaftler/ Philosophen Marx erfahren. Allenfalls könnte er ihnen danach als "Philantrop" etwas sympathischer sein. Wie ein Kuratoriumsmitglied der LINKEN den Ausstellungsmachern die Bildershow durchgehen lassen konnte, in der Saddam Hussein und Muhammar al Gaddhafi als "Kommunisten" vorgestellt werden, sympathischer- aber auch fälschlicherweise zusammen mit bspw. Patrice Lummumba und Salvador Allende, verstehe ich nicht. Aber man muss vielleicht nicht alles verstehen. Zum Glück gingen wir doch noch ins Marx- Haus, wo eine sehr lobenswerte Exposition gut in Leben und Werk von Marx einführt.

Daneben interessierte mich natürlich das historische Trier als Ort. Einmal waren wir mit Uta schon da gewesen, aber irgendwie hatte ich fast alles vergessen. Mit einem sachkundigen Führer sah ich nun endlich die alte Konstantinische Kaiserhalle, sozusagen die erste offizielle christliche Kirche Europas. (Bild zwei) Und was für eine! Die Römer waren schon tolle Kerle. Wie klobig, wenn auch auf andere Weise beeindruckend, sieht daneben der mittelalterliche Dom in seiner Düsternis aus. Es ist, als sollten hier das "Licht des antiken"gegen die "Düsternis" des frühen christlichen Geistes gestellt werden. 

Auch sonst ist Trier sehenswert. Vor allem von der gegenüberliegenden Mosel- Seite aus hat man einen phantastischen Blick über die leider im Krieg schwer zerstörte und also nicht komplett wiederhergestellte uralte Stadt. (Bild unten) Am Abend hatten die beiden altgedienten ZfA- Lehrer dann noch viel nachzubereiten und zu erzählen. Hoffentlich komme ich noch oft hierher zu Besuch!



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